Prägend für das 16. Jahrhundert war die Verlagerung des
wirtschaftlichen und politischen Zentrums Richtung Westen, Kastilien und
Aragonien vereinigten sich, Spanien wurde zur Weltmacht.
Nach Ende des Hundertjährigen
Krieges gewann Frankreich an Stärke, während Italien zersplittert blieb, die einzelnen Republiken
beziehungsweise Fürstentümer blieben wirtschaftlich gesehen zwar relativ stabil,
verloren jedoch an politischer Macht.
Französische Ausbreitungsbestrebungen wurden von den
oberitalienischen Fürstentümern mehrfach abgewehrt (Italienkriege).
Das
Osmanische Reich erweiterte seinen Einflussbereich bis zu ersten Belagerung von Wien
im Jahre 1520. Die zweite Belagerung 1683 kennzeichnet den Beginn des Untergangs des
Osmanischen Reiches. Die habsburgisch-österreichischen Lande fassten Fuß im
Mittelmeerraum und begannen mit ihrer Expansionspolitik.
1713 kam es zum
Spanischen Erbfolgekrieg, Folge war die Neuordnung des zentralen und westlichen
Mittelmeergebiets. Spanien wurde zunächst auf das Festland und die Balearen
(Inselgruppe) zurückverwiesen, Frankreich in seinem Expansionsvorhaben gestoppt und
das italienische Gebiet neu aufgeteilt. Die habsburgisch-österreichischen Lande
gewannen Süditalien, Sizilien, Sardinien sowie Mailand. Allerdings wurden die italienischen Gebiete bald wieder vom
spanisch-bourbonischen Königshaus kontrolliert.
Berberstämme, außerhalb
der Kontrolle des Osmanischen Reiches, beherrschten größtenteils die
nordafrikanischen Länder (Maghreb). Die Wirtschaft wurde jedoch vernachlässigt,
wodurch die (wirtschaftlich) verarmten Staaten Marokko und Algerien für die wieder erstarkten Spanier interessant wurden. Ceuta und Melilla sind
noch heute autonome spanische Exklaven.