Die Zeit der Piraten im Mittelmeer

Piraten existieren seit es die Seefahrt und den Seehandel gibt.

Die Seeräuberei wurde bereits in ägyptischen Aufzeichnungen aus dem 14. Jahrhundert und in der griechischen Antike dokumentiert, beispielsweise durch Homer und Herodot von Halikarnassos. Die Piraten des Mittelmeers nutzten den insel- und buchtenreichen Küstenverlauf, dieser bot unzählige Zufluchts- und Versteckmöglichkeiten.

Insbesondere in den Zeiten, in denen der Handel florierte, häuften sich die Überfälle durch Piraten. Während in handelsschwachen Zeiten sowohl die Zahl der Piraten als auch die Summe der Übergriffe abnahm. Etliche Kriegzüge und Verfolgungen verschafften jedoch nur gebietsweise oder kurzzeitig Abhilfe.
Piraten wurden zudem in zahlreichen Kriegen angeheuert, um den Feind zu schwächen, indem sie die Schiffe des Gegners beraubten oder sogar versenkten. So beispielsweise im „Heiligen Krieg“ zwischen Christen und Muslime, wobei beide Seiten von Piraten unterstützt wurden.

Im Laufe der Zeit änderten sich die Praktiken der Piraten. Während zunächst die Schiffsladung selbst das Ziel war, stand später das Erpressen von Lösegeldern für Schiff und Mannschaft sowie Tributzahlungen im Vordergrund.

Die Ära der Freibeuter wurde auch durch den so bezeichneten Kapernbrief geprägt. Dieses Dokument wurde von Regierungen oder Fürsten ausgestellt und berechtigte zur Kaperfahrt. Der Kaperfahrer erhielt also die Genehmigung, Schiffe anderer Staaten zu berauben beziehungsweise zu versenken. Einen Teil der Beute (Prise) erhielt der Aussteller des Kapernbriefs. Im Gegenzug dafür wurde dem Kaperfahrer Schutz in den Häfen der entsprechenden Nation gewährt.