Im Spätmittelalter war vor allen Dingen der anhaltende
Aufschwung des italienischen Raums prägend, insbesondere die Republik Venedig ist hier zu nennen, die Konstantinopel als führende Handelsmacht
ablöste.
Während die Republik Genua ihren Standpunkt in der Ägäis festigte, kontrollierte Pisa vorrangig den
Seehandel im westlichen Mittelmeerraum. Die Königreiche (Krone Aragonien etc.) der
iberischen Halbinsel, die im Zuge der Reconquista entstanden waren, stärkten zur
gleichen Zeit ihren Einflussbereich.
Hier wurden mehrere Universitäten errichtet und im Zuge des
Frühkapitalismus entstanden zahlreiche zivile Bauten reicher Bürger, auch das
Mäzenatentum (Kunst) entwickelte sich. Das Heilige Römische Reich konnte die
italienischen Gebiete kaum noch kontrollieren.
Die Almohaden, die
Fatimiden, die Mameluken, die Seldschuken und die Osmanen waren die Machthaber
innerhalb des islamischen Bereichs. Das Osmanische Reich dehnte sich aus (Balkan, Griechenland, Naher Osten). Konstantinopel fiel 1453 unwiderruflich an die Osmanen. In Griechenland setzte sich um 1430 die Renaissance durch. Die Entdeckung Amerikas im Jahre
1492 nahm Einfluss auf die Bedeutung des Mittelmeerraums in Bezug auf den bis dato
florierenden Handel.