Kunst am Mittelmeer

Der Mittelmeerraum kann als kulturelle Brutstätte bezeichnet werden.

Die Kunst des Antiken Griechenland und des Römischen Reiches gilt als (kulturelle) Grundlage. So wurde das europäische Theater beispielsweise wesentlich durch das Theater der griechischen Antike beeinflusst. Das Dionysostheater in Athen ist die Wiege des Theaters der griechischen Antike beziehungsweise des Dramas.

Das Kolosseum ist das größte Amphitheater des Antiken Roms und heute eines der sieben Weltwunder der Neuzeit.

Ab dem 8. Jahrhundert entwickelten sich in den islamisch-arabischen Regionen ein typisch maurischer Baustil sowie eine ausgeprägte Ornamentik. Während in Europa die Romanik und die Gotik aufblühten, vor allen Dingen Sakralbauten wurden von diesen Stilepochen geprägt. In Byzanz wuchs eine eigene, insbesondere von den Griechen beeinflusste, Kunstform heran.

Die Renaissance war für die Kunst im Mittelmeerraum von besonderer Bedeutung. Die Malerei wurde revolutioniert und die Kunst wurde finanziell durch private Personen unterstützt (Mäzenatentum). Die Architektur entwickelte sich in verschiedene regionale Richtungen. Spanien und vor allen Dingen Italien wurden wesentlich vom Barock beeinflusst. Auch innerhalb der Moderne galt der Mittelmeerraum als besonderer „Stützpfeiler“, der Spanier Pablo Ruiz Picasso ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und begründete zusammen mit dem Franzosen Georges Braque den Kubismus. Der Italiener Filippo Tommaso Marinetti begründete den Futurismus, eine avantgardistische Kunstbewegung. Unbedingt zu erwähnen sind auch die berühmten Maler Paul Cézanne, Paul Gauguin und Vincent van Gogh sowie die bedeutenden Architekten Michelangelo, da Vinci und Antoni Gaudí.

Heute beherbergen internationale Museen, wie beispielsweise der Louvre, das Britische Museum und das Pergamonmuseum in Berlin, zahlreiche Kunstgegenstände des Mittelmeerraums.