Die Landschaft von Montenegro ist von zahlreichen
Gebirgen beziehungsweise Gebirgszügen geprägt. Im nördlichen Teil des Landes
liegt der Durmitor, das Bergmassiv zählt zum Gebirgszug der Dinarischen Alpen.
Die höchste Erhebung des Landes ist der 2522 m hohe Bobotov Kuk,
der Berg ist Teil des Durmitormassivs. Der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende
Nationalpark Durmitor beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna und ist dadurch ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Touristen. Ein
Erlebnis sind die Morača-Schlucht und die längste und tiefste Schlucht Europas, die
Tara-Schlucht.
An der adriatischen Küste liegt der Lovćen, ein
Hauptgebirge des Landes. Der 1657 m hohe Jezerski Vrh ist für die montenegrinische
Bevölkerung ein heiliger Berg, auf dem Gipfel befindet sich das Mausoleum des bekannten
Dichters Petar II. Petrović-Njegoš. Die hier beheimateten, seltenen Tier- und
Pflanzenarten werden durch den Nationalpark Lovćen geschützt. Ein weiteres
Hochgebirge der Republik und Teil der Dinarischen Alpen ist der Orjen.
Einer der bedeutendsten europäischen Naturhäfen, die Bucht von Kotor, liegt an der
kroatisch-montenegrinischen Adriaküste. Die Bucht schneidet sich tief in die
Küstengebirge ein und zählt zu den begehrtesten Reisezielen des Landes. Die Hafenstadt Kotor und die gleichnamige Bucht gehören zum
Weltkulturerbe und zum Weltnaturerbe der UNESCO.
Aus der Bundesrepublik
Jugoslawien ging im Jahre 2003 die staatliche Gemeinschaft Serbien und Montenegro
hervor. 2006 wurde eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Staates
Montenegro durchgeführt, eine knappe Mehrheit von 55,5 Prozent führte zu der
Loslösung von Serbien. Am 03. Juni 2006 erklärte das montenegrinische Parlament die
Unabhängigkeit Montenegros. Alleiniger Rechtsnachfolger der staatlichen Gemeinschaft
ist Serbien.
Die Bevölkerung der Republik Montenegro ist relativ
gemischt. Etwa 43 Prozent der Bürger sind Montenegriner, circa 32 Prozent sind
Serben. Außerdem sind unter anderem Bosniaken, Albaner, Slawische Muslime und
Kroaten in Montenegro beheimatet.
Die bedeutendsten Wirtschaftszweige des
Landes sind die Rohstoffförderung, die Industrie und die Landwirtschaft. Bauxit, Braunkohle und Eisenerz gehören zu den
wichtigsten Bodenschätzen. Im Zentrum der Industrie stehen beispielsweise die
Aluminium- und die Tabakverarbeitung. Angebaut werden vorrangig Wein, Kartoffeln,
Getreide, Tabak, Zitrusfrüchte, Gemüse, Feigen und Oliven. Eine bedeutende
Einnahmequelle stellt auch der Fremdenverkehr dar, Montenegro zählt zu den
wachstumsstärksten Reiseländern der Welt. Nicht nur die faszinierende Natur, sondern
auch die interessanten Städte und die abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten locken jedes Jahr tausende Besucher in die Republik Montenegro.