Wirtschaft Mittelmeer

Zu den bedeutendsten Wirtschaftssektoren des Mittelmeerraums gehören die Landwirtschaft, die Industrie und der Dienstleistungsbereich hier entwickelte sich neben dem Handel beziehungsweise Verkehr (Seeverkehr, Flugverkehr etc.) insbesondere der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle.

Eines der Hauptanbauprodukte der Mittelmeerregion ist Getreide, hierzu zählen vor allen Dingen Weizen, Gerste, Mais und Hirse. Außerdem spielt der Weinanbau eine entscheidende Rolle. Neben Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland, als führende Weinproduzenten, sind auch einige Gebiete innerhalb der Türkei und des Libanons vom Weinanbau geprägt. Ein weiteres traditionelles Anbauprodukt, neben dem Wein, sind Oliven. Gewaltige Olivenhaine sind aus dem Mittelmeerraum nicht weg zu denken und typisch für das mediterrane Klima. Das aus den Oliven gewonnene Öl wird entweder als wohlbekömmliches Speisöl genutzt oder dient als Ausgangsstoff, beispielsweise für Seifen und Cremes. Auch der Obst- und Gemüseanbau ist von Bedeutung und wird teilweise in den Wintermonaten unter Planen beziehungsweise in Gewächshäusern betrieben. Während im Norden vorrangig Pfirsiche, Melonen, Pflaumen, Kirschen und Aprikosen angebaut werden, finden sich weiter südlich Zitrusfrüchte, Bananen und Datteln. Neben Tomaten zählen auch Artischocken, Paprika, Kohl und Auberginen zu den angebauten Gemüsesorten. Zudem finden sich Tabak- und Baumwollanbaugebiete sowie bedeutende Korkeichenflächen am Mittelmeer. Die Kräuter beziehungsweise Gewürze des Mittelmeerraums sind ebenfalls bekannte Exportprodukte. Für die Landwirtschaft sind das Mittelmeer und dessen Zuflüsse von immenser Bedeutung, bestes Beispiel Ägypten.

Nicht zu vergessen die Fischen, schließlich verfügt das Mittelmeer über eine beachtliche Artenvielfalt (Thunfisch, Sardinen, Sardellen, Muscheln, Kabeljau etc.). Die hohe Nachfrage sowie die Überfischung führen jedoch dazu, dass Fisch in einigen Mittelmeerländern zum Teil importiert werden muss (Nordatlantik).

Das Mittelmeer ist ein attraktives Reiseziel, das jährlich tausende Touristen anlockt. Bereits im 18. Jahrhundert entdeckten gut betuchte Bürger die landschaftliche Schönheit und die kulturellen Schätze der Region. Heute finden sich unzählige Badeorte und Touristenzentren entlang der etwa 55000 km langen Mittelmeerküste, aber auch teilweise im Binnenland. Während für einige Staaten der Fremdenverkehr die Haupteinnahmequelle bildet, beispielsweise Malta, ist für andere Länder hingegen der Tourismus noch relativ unbedeutend beziehungsweise Neuland.

Einige Anrainerstatten gelten heute als leistungsfähige Finanzdienstleistungsstandorte, so zum Beispiel Italien und Spanien mit einem hoch entwickelten Versicherungs- und Bankenwesen oder auch Israel, führend im Bereich der Softwareentwicklung.