Capri ist zugleich Postkartenmotiv und Reiseziel mit langer Geschichte. Römische Kaiser bauten hier Villen, im 19. Jahrhundert entdeckten Maler und Schriftsteller die Insel, später kamen Prominente und Tagesgäste in großer Zahl. Wer Capri zu Fuß erkundet, findet trotzdem stille Wege zwischen Zitronengärten, Pinien und Mauern aus hellem Kalkstein.
Diese Seite erklärt, wie Sie Capri planen: Lage und Aufbau, die beiden Orte, Sehenswürdigkeiten, die Blaue Grotte, Baden, Wandern, Essen und die Anreise. Fahrpläne, Öffnungszeiten und Preise ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise. Stand: Oktober 2026.
| Lage | Golf von Neapel, Tyrrhenisches Meer, Kampanien (Italien) |
|---|---|
| Orte | Capri (Hauptort mit Piazzetta) und Anacapri (höher gelegen), Hafen Marina Grande |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober, ruhiger im Frühjahr und Herbst |
Wo liegt Capri, und wie ist die Insel aufgebaut?
Was gibt es im Ort Capri zu sehen?
Lohnt sich Anacapri?
Welche Sehenswürdigkeiten sollten Sie einplanen?
Wie besucht man die Blaue Grotte?
Wo kann man auf Capri baden?
Welche Wanderungen lassen sich auf Capri machen?
Was isst man auf Capri?
Wie kommen Sie nach Capri, und wann reisen Sie am besten?
Lohnt eine Übernachtung auf Capri?
Wo liegt Capri, und wie ist die Insel aufgebaut?
Capri liegt im Golf von Neapel, vor der Spitze der Halbinsel von Sorrent. Die Insel besteht aus Kalkstein und ist von steilen Felswänden umgeben. Es gibt zwei Siedlungen: den Ort Capri im östlichen Teil, nah am Hafen, und Anacapri im westlichen, höheren Teil. Der Hafen Marina Grande liegt zwischen beiden an der Nordküste, hier legen Fähren und Tragflügelboote an.
Das Meer gehört zum Tyrrhenischen Meer. Das Wasser ist klar und tief, weil die Küste fast überall steil abfällt. Das macht Capri auch zu einem Ziel für Taucher und Schnorchler. Ordnen Sie die Insel am besten zusammen mit der Region ein: Die Amalfiküste und die Stadt Neapel liegen in Sichtweite.
Was gibt es im Ort Capri zu sehen?
Der Ort Capri liegt auf einem Sattel zwischen zwei Bergen. Sein Mittelpunkt ist die Piazzetta, ein kleiner Platz mit Cafés und dem Uhrturm, auf den enge Gassen zulaufen. Von dort aus führen Wege zu den Gärten des Augustus, die einen weiten Blick auf die Faraglioni-Felsen und die Küste bieten, und zur Kartause San Giacomo, einem früheren Kloster.
Die Gassen des Ortes sind eng, weiß gekalkt und verwinkelt. Wer das Gedränge der Mittagsstunden meiden will, besucht den Ort früh am Morgen oder am Abend, wenn die meisten Tagesgäste abgereist sind. Gerade dann wirkt Capri ruhiger und lässt sich zu Fuß gut erkunden.
Lohnt sich Anacapri?
Anacapri liegt höher und ist ruhiger als der Ort Capri. Hier gibt es dörfliche Gassen, Kirchen mit bemalten Böden und Gärten. Die Villa San Michele, das ehemalige Haus des schwedischen Arztes und Schriftstellers Axel Munthe, besitzt einen Garten mit Blick über die Insel. Die Sesselbahn auf den Monte Solaro führt zum höchsten Punkt der Insel mit Rundumblick auf den Golf von Neapel.
Anacapri erreichen Sie per Bus vom Ort Capri aus, die Straße ist kurvig. Von hier aus beginnen mehrere Wanderwege, und der Leuchtturm von Punta Carena im Südwesten ist ein beliebter Ort für den Sonnenuntergang.
Welche Sehenswürdigkeiten sollten Sie einplanen?
Neben den beiden Orten bietet die Insel mehrere Ziele, die sich zu Fuß oder mit dem Boot verbinden lassen.
- Die Faraglioni sind drei Felsen vor der Südostküste. Man sieht sie von Land aus oder vom Boot, bei einer Inselrundfahrt auch von nahem.
- Die Villa Jovis im Osten gilt als Residenz des römischen Kaisers Tiberius. Der Weg dorthin führt über Treppen und Pfade, die Ruine bietet Aussicht auf das Meer.
- Die Gärten des Augustus liegen oberhalb der Marina Piccola und sind mit ihren Terrassen ein beliebter Aussichtspunkt.
- Der Natürliche Bogen (Arco Naturale) ist eine Felsbrücke im Osten der Insel.
- Die Marina Piccola an der Südseite ist ein kleiner Hafen mit Felsbuchten.
- Der Monte Solaro ist der höchste Berg der Insel und mit der Sesselbahn von Anacapri aus zu erreichen.
Einzelne Wege, besonders steile Küstenpfade, werden wegen Steinschlags zeitweise gesperrt. Informieren Sie sich vor Ort, welche Wege offen sind, und halten Sie sich an Absperrungen.
Wie besucht man die Blaue Grotte?
Die Blaue Grotte (Grotta Azzurra) ist eine Meereshöhle an der Nordwestküste. Das Licht fällt durch eine Öffnung unter Wasser in die Höhle, deshalb schimmert das Wasser tiefblau. Der Eingang ist sehr niedrig. Besucher steigen vor der Höhle in kleine Ruderboote um, in denen man sich beim Einfahren ducken muss.
Ob die Grotte zugänglich ist, hängt vom Seegang ab. Bei Wellengang bleibt der Eingang geschlossen, auch wenn Sie vorab ein Ticket oder eine Bootsfahrt gebucht haben. Rechnen Sie mit Wartezeiten und mit zusätzlichen Kosten für Umstieg und Eintritt, die je nach Anbieter verschieden sind. Fragen Sie vor der Buchung, was im Preis enthalten ist und was bei Absage erstattet wird.
Wer die Grotte nicht besuchen kann, findet andere Höhlen entlang der Küste, die bei einer Inselrundfahrt mit dem Boot sichtbar sind. Eine Bootsfahrt rund um die Insel lohnt auch ohne Grotte, weil sie die Felsformationen von der Wasserseite zeigt.
Wo kann man auf Capri baden?
Capri hat keine langen Sandstrände. Gebadet wird von Felsplattformen, an kleinen Kiesstränden und an den Anlegern der Strandbäder (Lidi). Gute Stellen sind die Marina Piccola im Süden, die Gegend um die Faraglioni und die Buchten bei Punta Carena. Die Strandbäder vermieten Liegen und Sonnenschirme, in der Hochsaison sollten Sie Plätze frühzeitig reservieren.
Das Wasser ist klar und tief, an den Felsen können Seeigel sitzen. Tragen Sie Badeschuhe und beachten Sie die Hinweise der Seite zu Quallen im Mittelmeer. Bei Wellengang oder Wind sind die Einstiege rutschig, schwimmen Sie dann nicht allein.
Welche Wanderungen lassen sich auf Capri machen?
Auf der Insel gibt es mehrere gut gepflegte Wege. Im Osten führt ein Pfad von der Piazzetta zur Villa Jovis und weiter zum Küstenabschnitt mit dem Natürlichen Bogen. Im Westen verbindet ein alter Treppenweg, die Phönizische Treppe, die Marina Grande mit Anacapri. Die Stufen sind steil und im Sommer anstrengend.
Von Anacapri aus können Sie Wege zum Monte Solaro und zur Küste bei Punta Carena gehen. Beginnen Sie im Sommer früh, nehmen Sie Wasser und Kopfbedeckung mit und tragen Sie festes Schuhwerk. Auf den Pfaden gibt es kaum Schatten, und an Aussichtspunkten fehlen oft Geländer.
Was isst man auf Capri?
Die Küche der Insel stützt sich auf Zutaten aus Meer und Garten. Bekannt ist der Insalata Caprese, ein Salat aus Tomaten, Büffelmozzarella und Basilikum. Die Torta Caprese ist ein Kuchen aus Mandeln und Schokolade. Dazu kommen Ravioli Caprese, gefüllt mit Käse und Majoran, frischer Fisch und Zitronengerichte. Auf der Halbinsel von Sorrent und auf Capri wird Limoncello aus Zitronenschalen hergestellt, der als Digestif serviert wird. Mehr zur italienischen Küche finden Sie auf der Seite Italien.
Die Preise sind auf Capri höher als auf dem Festland, besonders rund um die Piazzetta. Preiswerter essen Sie in Seitengassen, in Anacapri oder in kleinen Bäckereien und Läden, in denen Sie Brot, Käse und Obst für ein Picknick kaufen.
Wie kommen Sie nach Capri, und wann reisen Sie am besten?
Capri erreichen Sie nur per Schiff. Fähren und Tragflügelboote fahren von Neapel und von Sorrent nach Marina Grande, im Sommer auch von weiteren Orten der Küste. Fahrpläne unterscheiden sich nach Saison und Wetter, bei starkem Seegang fallen Fahrten aus. Das Auto lassen Sie auf dem Festland. Allgemeine Hinweise zu Fähren stehen auf der Seite Fähren im Mittelmeer.
Von Marina Grande führen eine Standseilbahn und Busse nach Capri-Ort, Busse fahren weiter nach Anacapri. Taxis sind auf der Insel verbreitet, Fußwege sind steil. Packen Sie leichtes Gepäck.
Die Hauptsaison ist von Mai bis Oktober, im Juli und August ist es heiß und voll. Frühjahr und Herbst sind ruhiger und eignen sich gut zum Wandern. Im Winter schließen viele Hotels und Restaurants, und Fähren fahren seltener. Wer nur einen Tag hat, kombiniert den Besuch mit einem Landgang, siehe Landausflüge bei der Kreuzfahrt.
Lohnt eine Übernachtung auf Capri?
Ja, denn abends und früh am Morgen zeigt sich Capri von einer ruhigeren Seite. Hotels gibt es im Ort Capri, in Anacapri und in der Nähe der Marina Grande. Anacapri ist ruhiger und meist etwas günstiger als der Ort Capri, dafür sind die Wege zu den Stränden länger. Wer nur eine Nacht bleibt, verbringt den Abend auf der Piazzetta und geht am Morgen zu den Gärten, bevor die ersten Schiffe ankommen.
Buchen Sie für Juli und August früh. Viele Häuser sind klein und haben nur wenige Zimmer, Treppen und enge Gassen machen den Transport von Koffern anstrengend. Fragen Sie vor der Buchung, ob das Hotel einen Gepäckservice vom Hafen anbietet und wie weit der Fußweg von der Haltestelle ist.
Lohnt sich Capri für einen Tagesausflug?
Ja, wenn Sie früh anreisen. Ein Tag reicht für Piazzetta, Gärten des Augustus, eine Bootsrundfahrt und Anacapri, Wanderungen brauchen mehr Zeit.
Wann ist die Blaue Grotte geöffnet?
Das hängt vom Seegang ab. Bei Wellen bleibt der Eingang geschlossen, informieren Sie sich am Hafen oder bei Ihrem Anbieter über den Tag.
Gibt es auf Capri Sandstrände?
Nein, Baden ist von Felsplattformen, kleinen Kiesstränden und Strandbädern aus möglich, etwa an der Marina Piccola.
Ist Capri teuer?
Ja, verglichen mit dem Festland. Preiswerter wird es in Seitengassen, in Anacapri und außerhalb der Hauptsaison.
