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Inseln im Mittelmeer

Ibiza

Ibiza
Ibiza ist die zweitgrößte der Pityusen-Inseln und gehört zu den Balearen. Mehr als Partyinsel: Die Oberstadt Dalt Vila, die phönizische Siedlung Sa Caleta und die Seegraswiesen vor der Küste bilden zusammen ein UNESCO-Welterbe. Der Norden ist ruhig und grün, der Westen berühmt für Sonnenuntergänge, der Süden bietet die großen Sandstrände.

Ibiza hat zwei Gesichter. Das eine kennen viele aus Berichten über Clubs und Nachtleben in Ibiza-Stadt und Sant Antoni. Das andere zeigt sich abseits davon: stille Buchten mit klarem Wasser, Kiefernwälder, weiß gekalkte Dörfer, Salinen, Felder und eine Kultur, die von Phöniziern, Römern, Mauren und Katalanen geprägt wurde.

Diese Seite stellt die Insel als Reiseziel vor: Lage und Welterbe, die Regionen mit ihren Stränden, Altstadt und Ausflüge, Essen, Anreise, Fortbewegung und die passende Reisezeit. Öffnungszeiten, Fährpläne und Preise ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise. Stand: Oktober 2026.

LageWestliches Mittelmeer, Balearen (Spanien), zweitgrößte der Pityusen
WelterbeIbiza, Biodiversität und Kultur (UNESCO-Welterbe, mit Teilen von Formentera)
Beste ReisezeitMai bis Oktober, ruhig und badewarm im Juni und September

Wo liegt Ibiza, und wie gehört sie zu den Balearen?

Ibiza liegt südwestlich von Mallorca und bildet mit der kleineren Nachbarinsel Formentera die Pityusen, die „Kieferninseln“ der Balearen. Politisch gehört sie zu Spanien. Die Amtssprachen sind Katalan und Spanisch, in Ibiza wird eine eigene Varietät des Katalanischen gesprochen. Im Alltag begegnen Ihnen deshalb Ortsnamen wie Eivissa, Sant Antoni de Portmany oder Santa Eulària des Riu.

Das Klima ist typisch mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Die Insel ist überwiegend hügelig, höhere Berge fehlen. Wald aus Aleppokiefern, Sabinen und Macchia bedeckt große Flächen. Einen Überblick über alle Inseln der Gruppe gibt die Seite zu den Balearen, den größeren Nachbarn beschreibt Mallorca.

Was steht auf Ibiza unter UNESCO-Schutz?

Die UNESCO hat Ibiza als gemischtes Welterbe aus Kultur und Natur anerkannt. Dazu gehören vier Teile: die Oberstadt Dalt Vila in Ibiza-Stadt, die archäologische Stätte der phönizischen Siedlung Sa Caleta, die Nekropole Puig des Molins und die Seegraswiesen mit Posidonia oceanica vor der Küste von Ibiza und Formentera.

Die Posidonia ist eine Meerespflanze, die nur im Mittelmeer vorkommt. Ihre Wiesen filtern das Wasser, stabilisieren den Meeresboden und sind Kinderstube für viele Fische. Das klare, türkise Wasser der Insel verdankt sich zu einem guten Teil diesen Wiesen. Wie Sie sich als Badegast und Skipper richtig verhalten, steht auf der Seite zum Meeresschutz im Mittelmeer.

Dalt Vila gilt als Beispiel einer Festungsstadt der Renaissance. Mauern und Bastionen umschließen ein Gewirr aus Gassen, an dessen höchster Stelle die Kathedrale steht. Der Aufstieg ist steil, feste Schuhe lohnen sich, und am frühen Morgen oder spät am Nachmittag ist es angenehmer.

Welche Regionen hat Ibiza, und was unterscheidet sie?

Die Insel lässt sich grob in vier Gebiete teilen, die sich in Stimmung und Strandtypen deutlich unterscheiden.

RegionCharakterTypische OrteEignung
Südenlange Sandstrände, Salinen, viel BetriebPlatja d’en Bossa, Ses Salines, Cala JondalBadeurlaub, Clubleben, Vogelbeobachtung in den Salinen
WestenBuchten, Felsen, SonnenuntergangSant Antoni, Cala Conta, Cala BassaAbendstimmung, Bootsausflüge
OstenFischerdörfer, FamiliensträndeSanta Eulària, Es Canar, Cala LlongaFamilien, gemütliche Promenaden
Nordengrün, ruhig, felsige BuchtenPortinatx, Sant Joan, BenirràsRuhesuchende, Wanderer, Schnorchler

Ibiza-Stadt liegt an der Südostküste und ist Hafen, Flughafennähe und Ausgehviertel zugleich. Sant Antoni im Westen ist der zweite große Ort, der Osten mit Santa Eulària gilt als der familiärere Teil der Insel.

Welche Strände und Buchten lohnen sich?

Ibiza bietet beides: feinsandige, breite Strände und kleine Felsbuchten. Im Süden liegen Ses Salines und die Strände rund um Cala Jondal, im Westen Cala Conta und Cala Bassa mit klarem Wasser. Im Norden gibt es Buchten wie Portinatx, in denen Sie ruhig schnorcheln können.

Die Strandklubs im Süden und Westen sind Teil des Inselbildes. Wer Ruhe sucht, wählt Buchten außerhalb der bekannten Namen oder kommt früh am Tag. Viele kleine Buchten haben nur wenige Parkplätze, deshalb lohnt es sich, den Strandbesuch am Vormittag zu planen. Allgemeine Hinweise zu Wasserqualität und Flaggen finden Sie auf der Seite zu Stränden und Baden.

Zum Schnorcheln eignen sich felsige Buchten mit klarem Wasser. Berühren Sie dabei keine Seegräser, ankern Sie nicht auf den Wiesen und lassen Sie keinen Müll zurück. Wer Boote mietet, sollte nur auf Sandgrund ankern.

Welche Ausflüge und Orte sollten Sie nicht verpassen?

Neben dem Strand lohnen sich mehrere Ziele, die sich gut kombinieren lassen.

  • Dalt Vila und der Hafen von Ibiza-Stadt mit der Altstadt darunter, am besten zu Fuß erkundet.
  • Die Salinen im Süden, in denen Salz gewonnen wird und im Frühjahr und Herbst Zugvögel rasten.
  • Das Dorf Santa Gertrudis im Inselinneren mit Cafés und Kunsthandwerk.
  • Sant Miquel im Norden mit der Wehrkirche und der Höhle Cova de Can Marçà.
  • Die Hippiemärkte, etwa in Es Canar oder Sant Carles, die auf die Zeit der Aussteigerbewegung zurückgehen.
  • Der Sonnenuntergang an der Westküste, von Sant Antoni bis zu den Aussichtspunkten bei Cala Comte.
  • Ein Tagesausflug mit der Fähre nach Formentera mit weißen Stränden und flachem Wasser.

Für Wanderungen eignen sich der Norden und die Gegend um Sant Joan. Auch Radfahren ist möglich, im Sommer sollte man die Mittagshitze meiden und ausreichend Wasser mitnehmen.

Was isst man auf Ibiza?

Die Inselküche ist von Meer und Land geprägt. Typisch sind Fisch und Meeresfrüchte, dazu Gemüse, Mandeln, Oliven und Kräuter. Bekannt ist der Fischeintopf Bullit de peix, bei dem der Fisch gekocht und anschließend mit Reis serviert wird. Die Süßspeise Flaó ist ein Quarkkuchen mit Minze, der zu Ostern gebacken wird. Der Kräuterlikör Hierbas Ibicencas gehört zum Abschluss eines Essens.

Zum Wein: Auf der Insel gibt es kleinere Weingüter, die auf die Tradition der Region setzen. Allgemeine Hinweise zur mediterranen Küche stehen auf der Seite Mittelmeerküche, Gerichte aus allen Küstenländern auf Typische Gerichte.

Wie kommen Sie nach Ibiza und über die Insel?

Der Flughafen liegt südlich von Ibiza-Stadt. In der Saison fliegen Ferienflieger aus vielen Städten, ganzjährig bestehen Verbindungen über spanische Drehkreuze. Fähren verbinden die Insel mit Mallorca, Barcelona und Valencia sowie mit Formentera, Fahrpläne und Betreiber wechseln, prüfen Sie sie vor der Buchung. Die Seite Fähren im Mittelmeer erklärt, worauf Sie achten sollten.

Auf der Insel sind Mietwagen und Roller verbreitet, außerdem fahren Busse zwischen den größeren Orten und zu bekannten Stränden, nachts seltener. In der Hochsaison sind Parkplätze an den bekannten Buchten knapp und Zufahrten werden teilweise geregelt. Taxis sind verbreitet. Im Sommer lohnt es sich, Mietwagen früh zu buchen.

Wann ist die beste Reisezeit für Ibiza?

Die Badesaison reicht von Mai bis Oktober. Juli und August sind heiß und voll, die Preise sind hoch. Juni und September sind ein guter Kompromiss: Das Meer ist warm, die Orte sind weniger überlaufen. Im Frühjahr und Herbst eignet sich die Insel für Wanderungen und Radtouren. Im Winter ist es ruhig, viele Strandklubs und Hotels sind geschlossen. Eine Einordnung für alle Küsten finden Sie auf der Seite Beste Reisezeit.

Wo wohnen Sie am besten auf Ibiza?

Die Wahl des Ortes bestimmt den Charakter des Urlaubs stärker als das Hotel selbst. Ibiza-Stadt eignet sich für Kultur, Restaurants und Abende in der Altstadt, hat aber nur städtische Strände. Wer das Nachtleben sucht, wohnt in Ibiza-Stadt oder in Sant Antoni, wer ausschlafen will, wählt Quartiere abseits davon.

  • Santa Eulària und die Strände im Osten: familienfreundlich, mit Promenade und flach abfallenden Stränden.
  • Sant Antoni und die Westküste: Sonnenuntergänge, Bootsausflüge, abends viel Betrieb.
  • Der Norden um Portinatx und Sant Joan: Ruhe, Natur, kleine Hotels und Landhäuser, am besten mit Mietwagen.
  • Der Süden um Ses Salines: weite Strände und Strandklubs, in der Hochsaison belebt.

Viele Gäste buchen ein Landhaus (Finca) oder eine Ferienwohnung. Hinweise zur Buchung finden Sie auf der Seite Ferienwohnung am Mittelmeer. Für Juli und August buchen Sie früh.

Lohnt der Ausflug nach Formentera?

Formentera liegt südlich von Ibiza und ist per Fähre von Ibiza-Stadt aus erreichbar. Die Insel ist flach, hat helles Wasser und lange Strände wie Ses Illetes und Migjorn. Die Seegraswiesen zwischen den beiden Inseln gehören zum Welterbe.

Für einen Tagesausflug genügen Fähre und Fahrrad oder Roller. Wer länger bleibt, findet ruhige Unterkünfte. In Naturschutzgebieten gelten Regeln für Fahrzeuge und das Ankern, prüfen Sie diese vor Ort und beachten Sie die Beschilderung.

Ist Ibiza auch ohne Partyleben schön?

Ja. Norden und Osten sind ruhig, mit kleinen Buchten, Wanderwegen und Dörfern. Das Nachtleben konzentriert sich auf Ibiza-Stadt, Sant Antoni und einzelne Strandklubs im Süden.

Wie viele Tage braucht man für Ibiza?

Für Dalt Vila, zwei bis drei Strandtage und einen Ausflug in den Norden genügt eine Woche. Mit Formentera-Tagesausflug und Wanderungen planen Sie zehn Tage ein.

Brauche ich auf Ibiza einen Mietwagen?

Für die bekannten Orte genügen Bus und Taxi. Für einsame Buchten im Norden und Westen ist ein Mietwagen oder Roller bequemer, besonders in der Nebensaison.

Wann ist die beste Reisezeit für Ibiza?

Juni und September bieten warmes Wasser und weniger Andrang. Im Hochsommer ist es voller und teurer, im Winter sind viele Betriebe geschlossen.

Tipp · Parken Sie an den bekannten Buchten früh am Vormittag und kommen Sie zum Sonnenuntergang lieber mit dem Bus oder Taxi, denn Zufahrten sind abends oft voll.