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Inseln im Mittelmeer

Korfu

Korfu
Korfu ist die nördlichste der größeren Ionischen Inseln, nur durch eine schmale Meerenge vom albanischen Festland getrennt. Die Altstadt von Korfu-Stadt mit ihren venezianischen Festungen ist UNESCO-Welterbe. Der Norden bietet grüne Hügel und Buchten, der Westen steile Küsten, der Süden lange Strände. Beste Zeit ist Mai bis Oktober.

Korfu, griechisch Kerkyra, wirkt auf den ersten Blick weniger griechisch als andere Inseln. Venezianer, Franzosen und Briten haben sie geprägt, und das sieht man an den hohen Häusern der Altstadt, den Arkaden und sogar am Cricket, das hier bis heute gespielt wird. Dazu kommen Olivenhaine, Zypressen und ein überraschend grünes Inselinneres.

Auch die Sprache der Insel hat Spuren hinterlassen: Viele Straßen- und Familiennamen klingen italienisch, und die Küche zeigt dieselben Einflüsse. Das macht Korfu zu einem Reiseziel, das neben dem Strand auch Kulturinteressierte anspricht, die Altstadt, Festungen und Landgüter besichtigen möchten.

Diese Seite stellt Korfu als Reiseziel vor: Lage und Geschichte, die Altstadt, Strände und Regionen, Ausflüge, Küche, Anreise und Reisezeit. Fährpläne und Öffnungszeiten ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise. Stand: Oktober 2026.

LageIonisches Meer, Griechenland, vor der Küste Albaniens
WelterbeAltstadt von Korfu (UNESCO-Welterbe)
Beste ReisezeitMai bis Oktober, Juni und September besonders angenehm

Wo liegt Korfu, und was macht die Insel besonders?

Korfu liegt im Ionischen Meer im Nordwesten Griechenlands, am Eingang zur Adria. Im Norden ist die Meerenge zum albanischen Festland sehr schmal. Das Klima ist feuchter als in der Ägäis, deshalb ist die Insel grüner, mit dichten Olivenhainen und Zypressen. Eine Einordnung des Meeres bietet die Seite zum Ionischen Meer.

Anders als die meisten griechischen Inseln gehörte Korfu nie zum Osmanischen Reich. Über Jahrhunderte herrschte Venedig, später kamen Franzosen und Briten. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Insel Teil Griechenlands. Diese Geschichte erklärt Architektur, Küche und Gebräuche. Hintergründe zum Land finden Sie unter Griechenland.

Was erwartet Sie in der Altstadt von Korfu-Stadt?

Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Sie erstreckt sich zwischen zwei Festungen. Die Alte Festung ragt auf einer Landzunge ins Meer, die Neue Festung überblickt den Hafen. Dazwischen liegen enge Gassen, die Kampiello genannt werden, mit hohen Häusern, Wäscheleinen und kleinen Plätzen.

  • Die Esplanade (Spianada) ist ein großer Platz mit Grünflächen und Cafés. Daneben steht die Arkadenreihe Liston, die nach dem Vorbild von Paris gebaut wurde.
  • Die Kirche des Stadtheiligen Spyridon ist das Ziel vieler Pilger.
  • Der Palast St. Michael und St. Georg beherbergt ein Museum für asiatische Kunst.
  • Der Hafen und die Altstadtgassen sind abends belebt, tagsüber weniger.

Planen Sie für die Altstadt einen halben bis ganzen Tag ein. Kreuzfahrtgäste finden Hinweise auf der Seite zu Landausflügen.

Welche Strände und Regionen hat Korfu?

Die Insel hat unterschiedliche Küsten. Im Westen fallen die Hänge steil ins Meer, und die Buchten haben oft Sand in Verbindung mit hohen Klippen. Im Süden liegen lange Sandstrände, im Norden ruhigere Kiesbuchten, im Osten die ruhigen Kiesstrände gegenüber Albanien.

RegionCharakterTypische OrteEignung
NordostenKiesbuchten, klares Wasser, ruhige OrteKassiopi, Nissaki, Agios StefanosSchnorcheln, Ruhe, Segeln
NordenSandküste und DünenSidari, RodaFamilien, Badeurlaub
Westensteile Klippen, SandbuchtenPaleokastritsa, Agios Gordios, GlyfadaLandschaft, Bootsausflüge
Südenlange, flache Strände, ruhigerMessonghi, Kavos, LefkimmiFamilien, Wasserspiele

Bei Paleokastritsa liegen mehrere Buchten dicht beieinander, die Sie per Boot besuchen können. Sidari ist bekannt für seine geschwungenen Sandsteinformationen, die als Canal d’Amour bezeichnet werden. Im Südwesten liegen die langen Strände von Agios Gordios.

Welche Ausflüge sind lohnend?

Korfu ist klein genug für Tagesausflüge mit Mietwagen oder Bus.

  • Paleokastritsa mit Kloster auf der Klippe und Bootstouren zu Grotten.
  • Das Schloss Achilleion bei Gastouri, das als Sommerresidenz der Kaiserin Elisabeth von Österreich gebaut wurde.
  • Der Berg Pantokrator im Norden mit Blick über die ganze Insel und bis nach Albanien.
  • Die Kirche Vlacherna und die Insel Pontikonisi, die über einen Damm bei Kanoni zu erreichen sind.
  • Dörfer im Inland wie Old Perithia am Fuß des Pantokrator.
  • Die Landenge von Afionas mit der Doppelbucht Porto Timoni, die nach einem Fußweg erreichbar ist.
  • Eine Bootstour zu den Diapontischen Inseln im Nordwesten oder nach Paxos im Süden.

Auf manchen Wegen sind feste Schuhe nötig. Prüfen Sie vorab, ob Burgen und Klöster geöffnet sind, denn ihre Öffnungszeiten wechseln. Ausflüge nach Albanien sind möglich. Beachten Sie die Einreisebestimmungen, die Seite Albanien bietet Hintergründe.

Was isst und trinkt man auf Korfu?

Die Küche der Insel ist von Venedig beeinflusst. Typisch sind Pastitsada, ein Gericht aus Rind, Hahn oder Pasta mit würziger Tomatensoße, und Sofrito, geschmortes Kalbfleisch in Knoblauch-Weißwein-Soße. Hinzu kommt Bourdeto, ein scharfer Fischeintopf. Die Kumquat, eine Zitrusfrucht, wird zu Likör und Marmelade verarbeitet. Ingwerbier, das Tsitsibira, erinnert an die britische Zeit. Olivenöl ist ein Hauptprodukt der Insel, mehr zu Wein und Öl finden Sie auf der Seite Wein und Olivenöl.

Wie kommen Sie nach Korfu und auf der Insel herum?

Der Flughafen liegt südlich von Korfu-Stadt. In der Saison fliegen Ferienflieger aus vielen Städten, sonst bestehen Verbindungen über Athen. Fähren fahren vom Festland, unter anderem aus Igoumenitsa, sowie aus Italien. Fahrpläne und Betreiber wechseln, mehr Hinweise zur Buchung stehen auf der Seite Fähren im Mittelmeer.

Für Strände und Dörfer ist ein Mietwagen die flexibelste Lösung. Die Straßen im Inland sind schmal und kurvig. Busse verbinden Korfu-Stadt mit größeren Orten, das Netz ist begrenzt. Taxis und Bootstaxis sind in der Saison verbreitet.

Wann ist die beste Reisezeit für Korfu?

Mai bis Oktober gilt als Badesaison. Juli und August sind heiß und voll, Juni und September bieten warmes Wasser bei weniger Andrang. Im Frühling blüht die Insel, im Winter regnet es häufiger, und viele Betriebe sind geschlossen. Die Feiertage der orthodoxen Kirche, insbesondere Ostern, werden auf Korfu mit Prozessionen gefeiert.

Wer zu Ostern reist, erlebt Prozessionen durch die Altstadt, sollte aber bedenken, dass dann viele Unterkünfte ausgebucht und manche Betriebe an den Feiertagen geschlossen sind. Eine Einordnung der Jahreszeiten für alle Küsten bietet die Seite zur besten Reisezeit.

Wo wohnen Sie am besten auf Korfu?

Korfu hat Orte für sehr unterschiedliche Reisende. Die Altstadt von Korfu-Stadt eignet sich für Kultur und Abende, hat aber keine Badestrände vor der Haustür. Die Strandorte liegen entlang der Küsten.

  • Der Nordosten um Kassiopi, Nissaki und Agios Stefanos: Kiesbuchten, klares Wasser, Segel- und Schnorchelreviere.
  • Der Norden um Sidari: Sandstrände, geeignet für Familien.
  • Der Westen um Paleokastritsa und Agios Gordios: landschaftlich eindrucksvoll, mit Wellen und Klippen.
  • Der Süden um Messonghi und Lefkimmi: flache Strände, ruhiger.
  • Das Inselinnere: Landhäuser und Agrotourismus zwischen Olivenhainen.

Viele Besucher buchen eine Villa oder Ferienwohnung, denn die Insel eignet sich gut für Selbstversorger. Frühes Buchen lohnt sich für Juli und August. Mehr dazu auf der Seite Ferienwohnung am Mittelmeer.

Was bietet Korfu Kreuzfahrtgästen?

Korfu ist ein beliebter Halt auf Kreuzfahrten im östlichen Mittelmeer und in der Adria. Die Schiffe legen in Korfu-Stadt an, die Altstadt ist vom Hafen aus zu Fuß erreichbar. Wer wenig Zeit hat, bleibt in der Altstadt und besucht Alte Festung, Liston und Spyridon-Kirche. Mit mehr Zeit lohnt eine Fahrt nach Paleokastritsa oder zum Achilleion.

Planen Sie die Rückkehr zum Schiff mit großem Puffer, denn der Verkehr auf den schmalen Küstenstraßen ist unberechenbar. Mehr zu Routen finden Sie auf den Seiten zu Adria-Kreuzfahrten und zum östlichen Mittelmeer.

Wie ist die Natur auf Korfu?

Das feuchtere Klima der Ionischen Inseln zeigt sich im Pflanzenkleid. Olivenhaine überziehen die Hänge, dazwischen stehen Zypressen, Zitrusbäume und Macchia. Im Süden liegt das Feuchtgebiet Korission mit Lagune und Dünen, das für Zugvögel wichtig ist. Das Meer ist klar, vor allem im Nordosten, wo Sie gut schnorcheln können. Mehr zur Meeresnatur steht auf der Seite Flora und Fauna.

Für Wanderungen eignen sich Wege im Norden und der Corfu Trail, ein Fernwanderweg entlang der Insel. Gehen Sie im Sommer früh los, tragen Sie feste Schuhe und nehmen Sie ausreichend Wasser mit. Auf den Wegen im Inland begegnen Sie Ziegen, Schafen und Olivenbauern, die ihre Felder bewirtschaften. Beachten Sie Zäune und schließen Sie Tore.

Worauf sollten Sie bei Fahrt und Strand achten?

Auf Korfu fahren Sie meist auf schmalen, kurvigen Straßen, die oft ohne Randstreifen und Beleuchtung verlaufen. Fahren Sie vorsichtig, planen Sie mehr Zeit ein, als die Entfernung vermuten lässt, und parken Sie nur an erlaubten Stellen. Mit Mietwagen sollten Sie Versicherung und Zustand des Fahrzeugs bei der Übernahme prüfen.

Am Strand gelten die üblichen Regeln: Beachten Sie Flaggen und Warnhinweise, schwimmen Sie nicht allein weit hinaus und meiden Sie Bootsbereiche. Auf der Insel gibt es Quallen und Seeigel, Hinweise dazu stehen auf der Seite Quallen im Mittelmeer. Im Sommer ist die Waldbrandgefahr hoch, rauchen Sie nicht im Wald und halten Sie sich an Anweisungen der Behörden.

Lohnt sich Korfu für einen Urlaub von einer Woche?

Ja. In einer Woche besuchen Sie Altstadt, Paleokastritsa, einen Strandtag und einen Ausflug zum Pantokrator.

Braucht man auf Korfu einen Mietwagen?

Für die Strände im Westen und Norden und für Dörfer im Inland ist er sinnvoll. Für Korfu-Stadt genügen Bus und Taxi.

Was ist die Altstadt von Korfu?

Eine von Venezianern, Franzosen und Briten geprägte Stadt zwischen zwei Festungen, die als UNESCO-Welterbe geschützt ist.

Kann man von Korfu nach Albanien?

Ja, per Fähre oder Tragflügelboot nach Saranda. Beachten Sie die Einreisebestimmungen und prüfen Sie die Fahrpläne.

Tipp · Besuchen Sie die Altstadt morgens oder am späten Nachmittag und fahren Sie zu den Stränden im Westen vormittags, wenn die Straßen noch frei sind.