Kaum eine Mittelmeerinsel ist so unverwechselbar wie Santorin. Die Hauptinsel, die auf Griechisch meist Thira heißt, bildet mit mehreren kleineren Inseln einen Ring um eine überflutete Vulkancaldera.
Diese Seite führt durch die Insel aus der Perspektive des Mittelmeers: Wie entstand die Caldera, welche Orte und Strände lohnen sich, wie kommen Sie hin, und wie lange sollten Sie bleiben? Hinweise für Kreuzfahrtgäste und für die Reiseplanung stehen am Ende. Die Angaben zu Fahrzeiten und Öffnungszeiten ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise bei den Anbietern. Stand: Oktober 2026.
| Lage | Südliche Kykladen, Ägäis, Griechenland |
|---|---|
| Besonderheit | Caldera des Vulkans, überflutet vom Meer |
| Hauptort | Fira (Thira) |
| Anreise | Flug zum Flughafen Thira, Fähren ab Piräus und von anderen Kykladeninseln |
| Beste Reisezeit | Mai, Juni, September, Oktober |
Wie entstand die Caldera von Santorin?
Welche Orte lohnen sich auf Santorin?
Was ist Akrotiri?
Welche Strände hat Santorin?
Was gibt es zu essen und zu trinken?
Welche Wanderungen und Bootstouren lohnen sich?
Wie kommen Sie nach Santorin?
Was gilt für Kreuzfahrtgäste?
Wann ist die beste Reisezeit für Santorin?
Wie lange sollten Sie bleiben, und was kostet es?
Wie entstand die Caldera von Santorin?
Die Insel ist der Rest eines Vulkans, der in der Bronzezeit in einer gewaltigen Eruption explodierte.
Der Vulkan ist nicht erloschen. Mitten in der Caldera liegen die kleinen Inseln Nea Kameni und Palea Kameni, die sich in späteren Ausbrüchen aufgebaut haben. Die Region ist seismisch aktiv, und Fachleute überwachen den Vulkan. Als Besucher beachten Sie die Hinweise der örtlichen Behörden. Zur Entstehung des Mittelmeers insgesamt lesen Sie die Seite zu Geografie und Geologie.
Welche Orte lohnen sich auf Santorin?
Die Insel ist nicht groß, aber ihre Orte unterscheiden sich stark.
- Fira (Thira) ist der Hauptort mit Geschäften, Restaurants, Bars und Busverbindungen. Er ist lebhaft und ein guter Ausgangspunkt.
- Firostefani und Imerovigli liegen auf dem Kraterrand nördlich von Fira und sind ruhiger. Beide bieten Ausblicke auf die Caldera und eignen sich für Spaziergänge am Kraterrand.
- Oia an der Nordspitze ist der bekannteste Ort. Er ist berühmt für seine Gassen, die blau gedeckten Kirchen und den Sonnenuntergang, der Besucher in großer Zahl anzieht.
- Pyrgos, auf einem Hügel im Inselinneren, ist ein ursprünglicheres Dorf mit Burgruine und weitem Blick.
- Megalochori und Emporio bieten Weinkeller und traditionelle Bauweise.
- Kamari und Perissa an der Ostküste sind Strandorte mit Hotels, Tavernen und langen Stränden.
Wer zum Sonnenuntergang nach Oia fährt, sollte früh vor Ort sein oder einen anderen Aussichtspunkt wählen. Imerovigli bietet ähnliche Ausblicke mit weniger Andrang.
Was ist Akrotiri?
Akrotiri im Süden der Insel ist eine bronzezeitliche Siedlung, die beim Ausbruch unter Asche und Bims begraben wurde. Die Ausgrabungen zeigen mehrstöckige Häuser, Wandmalereien und Alltagsgegenstände. Die Fundstätte gilt als eine der wichtigsten der Ägäis und wird oft mit Pompeji verglichen, auch wenn sie viel älter ist. Die Funde, etwa Wandmalereien, werden in Teilen im archäologischen Museum von Fira und im Nationalmuseum in Athen gezeigt.
Welche Strände hat Santorin?
Die Strände sind vulkanisch geprägt: Sie bestehen aus dunklem Lavasand oder Kies und heizen sich in der Sonne stark auf.
- Perissa und Perivolos an der Südostküste sind lang, schwarz und bieten Liegen, Tavernen und Wassersport.
- Kamari ist ein weiterer langer Strand mit Promenade.
- Der Rote Strand bei Akrotiri ist wegen seines rötlichen Felsens bekannt. Wegen Steinschlag ist der Zugang häufig eingeschränkt oder gesperrt, prüfen Sie die Lage vor Ort.
- Vlychada im Süden fällt durch bizarre Felsformationen aus Bims auf.
- Die Caldera selbst hat keine Strände, Baden ist nur über Bootsausflüge, etwa zu den heißen Quellen bei Palea Kameni, möglich.
Wer eine Insel zum Strandurlaub sucht, wird anderswo bequemer fündig, etwa auf Kreta oder den Balearen. Santorin ist ein Ziel für Landschaft, Orte, Wein und Aussicht, weniger für lange Strandtage. Vergleichen können Sie mit anderen Inseln der Ägäis.
Was gibt es zu essen und zu trinken?
Der Boden aus Vulkanasche und Bims bringt einen besonderen Wein hervor. Die weiße Rebsorte Assyrtiko wächst auf Santorin in Korbform am Boden, als Schutz vor Wind und Sonne. Der Wein ist mineralisch und frisch. Der süße Vinsanto aus getrockneten Trauben ergänzt das Angebot. Viele Weingüter bieten Verkostungen und Führungen an, bei Reservierung auch zum Sonnenuntergang.
Zur Küche gehören kleine Tomaten, Kapern, gelbe Spalterbsen als Fava, frischer Fisch und Käse. Die kykladische Küche ist einfach und stark von Gemüse geprägt. Mehr über Weinbau und Olivenöl am Mittelmeer finden Sie auf der Seite Wein und Olivenöl.
Welche Wanderungen und Bootstouren lohnen sich?
Beliebt ist der Kraterrandweg von Fira nach Oia. Starten Sie früh, nehmen Sie ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit und gehen Sie nicht in der Mittagshitze, denn der Weg bietet kaum Schatten. Ab Oia fahren Busse zurück.
Wer die Vulkaninsel aus der Nähe sehen möchte, nimmt ein Boot zur Nea Kameni. Dort führt ein Pfad zu den Kratern, auf denen es nach Schwefel riecht. Meist verbindet man die Fahrt mit einem Stopp an den heißen Quellen bei Palea Kameni und einem Besuch der kleinen Nachbarinsel Thirasia. Feste Schuhe sind wichtig, denn das Gelände ist felsig und steinig.
Wer nach Santorin kommt, sollte mit Menschenmengen rechnen und sich darauf einstellen. Aussichtspunkte sind zu den Sonnenuntergängen voll, Gassen eng und Restaurantplätze mit Blick früh vergeben. Reservieren Sie Tische mit Aussicht im Voraus und planen Sie Wege am Kraterrand mit Zeitpuffer, denn Treppen und Pflaster sind steil.
Wie kommen Sie nach Santorin?
Die Insel hat einen Flughafen, den Flughafen Thira, der von Athen aus und in der Saison auch von vielen europäischen Städten angeflogen wird. Fähren fahren ab Piräus und anderen Häfen; die Überfahrt ist je nach Schiffstyp unterschiedlich lang. Auch Verbindungen zu anderen Kykladeninseln wie Naxos, Paros und Mykonos bestehen und sind eine gute Basis für Inselhopping. Wie das funktioniert, beschreibt die Seite zu den Kykladen, Details zur Buchung finden Sie auf der Seite Fähren im Mittelmeer.
Fähren legen im Hafen Athinios an, der am Fuß der Felswand liegt. Von dort fahren Busse und Taxis zu den Orten. Planen Sie bei Fährzeiten Puffer ein, denn bei starkem Meltemi fallen Verbindungen aus. Der Meltemi ist der Nordwind der Ägäis, der im Sommer häufig weht.
Was gilt für Kreuzfahrtgäste?
Santorin gehört zu den meistangelaufenen Zielen im östlichen Mittelmeer. Die Schiffe ankern in der Caldera, Passagiere fahren mit kleinen Booten, sogenannten Tendern, zum Alten Hafen Skala unterhalb von Fira. Von dort geht es zu Fuß über eine Treppe, mit der Seilbahn oder auf dem Rücken eines Esels nach oben. Zu Spitzenzeiten bilden sich lange Warteschlangen. Planen Sie deshalb Zeit ein und buchen Sie eher einen Ausflug, der die Wartezeit verkürzt.
Wer nur einen Tag hat, kombiniert in der Regel Fira, Oia und eine Weinprobe, oder besucht Akrotiri und einen Strand. Das genügt für einen ersten Eindruck, doch die Insel ist deutlich ruhiger, wenn man übernachtet. Routen und Häfen im Ostbecken beschreibt die Seite zum östlichen Mittelmeer.
Wann ist die beste Reisezeit für Santorin?
Mai, Juni, September und Oktober sind die besten Monate: warm, aber nicht zu heiß, und weniger überfüllt als im Hochsommer. Juli und August sind voll und teuer, außerdem weht der Meltemi besonders stark. Von November bis März sind viele Hotels, Restaurants und Fähren eingeschränkt oder geschlossen, die Tage sind kühl und wechselhaft.
Die Wassertemperatur reicht erst ab Ende Mai bis zum Baden, im Oktober ist das Meer noch warm. Mehr zur Planung finden Sie auf der Seite zur Wassertemperatur und zur besten Reisezeit am Mittelmeer.
Wie lange sollten Sie bleiben, und was kostet es?
Für Santorin empfehlen sich drei bis vier Nächte. Das genügt für Fira, Oia, Akrotiri, einen Strandtag, eine Weinprobe und eine Bootsfahrt in die Caldera. Wer die Insel in einen Kykladen-Aufenthalt einbettet, plant zwei bis drei Nächte auf Santorin und weitere Nächte auf Naxos oder Paros.
Santorin gehört zu den teuersten Zielen Griechenlands. Hotels mit Caldera-Blick kosten ein Vielfaches von Zimmern im Inselinneren oder an den Stränden. Wer sparen will, wohnt in Kamari, Perissa, Pyrgos oder Megalochori und fährt zum Sonnenuntergang nach Oia. Weitere Informationen zu Griechenland insgesamt bietet die Länderseite Griechenland.
Wie viele Tage braucht man für Santorin?
Drei bis vier Nächte sind ideal. Ein Tagesausflug, etwa mit der Kreuzfahrt, reicht für einen Überblick, aber nicht für Strand, Wein und Ruhe.
Wann ist die beste Reisezeit für Santorin?
Mai, Juni, September und Oktober. Im Juli und August ist es voll und windig, im Winter ist vieles geschlossen.
Hat Santorin schöne Strände?
Es gibt lange schwarze Strände wie Perissa und Kamari, aber keine Sandstrände im klassischen Sinn. Das Baden ist nicht der Hauptgrund für die Reise.
Wie kommt man von Athen nach Santorin?
Per Flug oder per Fähre ab Piräus. Die Fähre ist je nach Schiffstyp unterschiedlich lang unterwegs und fährt bei starkem Wind nicht immer.
