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Meere & Küsten

Apulien

Apulien
Apulien ist die Region im Südosten Italiens, die den Absatz und den Sporn des italienischen Stiefels umfasst. Sie liegt zwischen Adria und Ionischem Meer, mit Stränden an beiden Küsten, weißen Städten wie Ostuni, den Trulli von Alberobello und dem Barock von Lecce. Beste Reisezeit sind Mai, Juni, September und Oktober.

Apulien ist ein Beispiel dafür, wie eine Region zwei Meere verbindet. Im Osten liegt die Adria, im Süden und Westen das Ionische Meer, dazwischen erstreckt sich eine flache, sonnige Landschaft aus Olivenhainen, Weinreben und Steinmauern. Die Küsten reichen von felsigen Klippen mit Höhlen über lange Sandstrände bis zu stillen Buchten.

Diese Seite stellt Apulien aus Sicht des Mittelmeers vor: Küstenabschnitte, Städte, Strände, Küche, Anreise und Reisezeit. Fahrpläne, Eintrittspreise und Öffnungszeiten ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise. Stand: Oktober 2026.

LageSüdostitalien, zwischen Adria und Ionischem Meer
HauptstadtBari
TeilregionenGargano im Norden, Murgia, Valle d’Itria, Salento im Süden
WelterbeCastel del Monte und Trulli von Alberobello (UNESCO-Welterbe)
Beste ReisezeitMai, Juni, September, Oktober

Wo liegt Apulien, und wie ist die Region aufgebaut?

Apulien (italienisch Puglia) bildet den südöstlichen Teil Italiens. Die Region ist langgestreckt und überwiegend flach bis hügelig. Im Norden ragt die Halbinsel Gargano als Sporn des Stiefels ins Meer, im Süden bildet der Salento den Absatz. Zwischen beiden liegen die Ebene des Tavoliere, die Hochfläche der Murgia und das Valle d’Itria mit den weißen Dörfern.

Wie unterscheiden sich die Küsten?

Apulien bietet drei sehr verschiedene Küstenräume.

KüsteMeerCharakter
GarganoAdriaKalkklippen, Wälder, Buchten, Nationalpark Gargano
Adriaküste MitteAdriaHafenstädte wie Trani, Bari, Monopoli, Polignano a Mare mit Felsküste
Salento OstAdriasteile Felsküste, Höhlen, klares Wasser, Otranto, Santa Cesarea
Salento WestIonisches Meerlange Sandstrände, Dünen, Gallipoli, Porto Cesareo, Torre dell’Orso

Die Küsten des Salento werden oft verglichen: Die adriatische Seite ist felsiger, die ionische Seite sandiger und flacher. Weil die Winde wechseln, ist meist eine der beiden Seiten ruhig. Das macht die Wahl des Strandes mit Blick auf die Wetterlage möglich.

Welche Städte und Orte lohnen sich?

Apulien hat sehr viele Städte, die sich für Besichtigungen eignen.

  • Bari ist die Hauptstadt mit der Altstadt Bari Vecchia, der Basilika San Nicola und einem Hafen. Hier verkaufen Frauen auf der Straße Orecchiette, die typische Nudelform der Region.
  • Polignano a Mare thront auf Felsen über dem Meer und ist für seine Höhlen bekannt.
  • Alberobello ist berühmt für die Trulli, kegelförmige Steinhäuser, die als Weltkulturerbe geschützt sind.
  • Ostuni, die weiße Stadt, liegt auf einem Hügel und ist von Olivenhainen umgeben.
  • Lecce wird wegen seiner barocken Bauten aus hellem Stein oft Florenz des Südens genannt.
  • Otranto am Meer besitzt eine Kathedrale mit Bodenmosaik und eine Festung.
  • Gallipoli auf einer Insel im Ionischen Meer hat eine Altstadt mit Hafen.
  • Castel del Monte, die achteckige Burg von Kaiser Friedrich II., ist UNESCO-Welterbe.

Auch Matera mit seinen Höhlenwohnungen, den Sassi, liegt in der Nachbarregion Basilikata und ist gut als Tagesausflug erreichbar. Viele Reisende kombinieren beides.

Wo finden Sie die schönsten Strände Apuliens?

Apulien hat Strände für jeden Geschmack. Sandstrände und Dünen liegen vor allem an der ionischen Küste des Salento, zum Beispiel bei Porto Cesareo, Torre Lapillo und Punta Prosciutto, die für flaches, klares Wasser bekannt sind. Torre dell’Orso besitzt eine breite Bucht mit Felsformationen. Auf der Adriaseite finden Sie Felsbuchten und Badeplattformen, zum Beispiel bei Santa Cesarea Terme, Otranto und in der Nähe von Polignano a Mare.

Am Gargano sind Strände in Buchten und unter Klippen verteilt, viele sind nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichbar. Beachten Sie, dass in der Hochsaison bewirtschaftete Strände, sogenannte Lidi, Eintritt oder Liegengebühren verlangen. Freie Strandabschnitte gibt es, sie sind jedoch voller. Packen Sie Badeschuhe ein, denn Felsplattformen und steinige Einstiege sind an der Adriaküste häufig, und planen Sie für beliebte Buchten einen frühen Start, weil Parkplätze und Zugänge im Sommer schnell belegt sind.

Was bietet der Gargano?

Der Gargano ist ein Kalkmassiv im Norden, das als Sporn ins Meer ragt und von einem Nationalpark geschützt wird. Der Park umfasst den Foresta Umbra, einen alten Buchenwald im Inneren, und Küsten mit weißen Klippen, Felsbögen und Höhlen. Orte wie Vieste, Peschici und Mattinata liegen an der Küste, Bootsausflüge führen zu Buchten, die an Land kaum zugänglich sind. Die Tremiti-Inseln, eine kleine Gruppe vor der Küste, bieten klares Wasser und Tauchplätze.

Der Gargano ist ruhiger und grüner als der Süden und eignet sich für Reisende, die Wandern, Baden und Natur verbinden wollen. Wer sich für Tauchen interessiert, findet allgemeine Informationen auf der Seite zum Tauchen und Schnorcheln im Mittelmeer.

Welche Rolle spielen Wind und Wasser für die Wahl des Strandes?

Der Salento liegt zwischen zwei Meeren, und das hat praktischen Nutzen. Weht der Nordwind, ist die ionische Seite im Westen oft ruhig, bei Südwind ist die Adriaseite im Osten geschützter. Fragen Sie in der Unterkunft nach der Wetterlage und fahren Sie an die geschützte Küste. So haben Sie auch bei Wind einen ruhigen Strandtag.

Das Wasser ist im Sommer meist warm, im Spätsommer sind Werte wie im östlichen Mittelmeer üblich. Im Frühjahr ist die Adria kühler als das Ionische Meer. Quallen treten wie überall im Mittelmeer in manchen Jahren auf, mehr dazu auf der Seite zu Quallen im Mittelmeer.

Ein Hinweis zur Planung: Viele Strände in Apulien haben Abschnitte mit Betrieb und freie Abschnitte. Bewirtschaftete Bereiche bieten Liegen, Sonnenschirme, Duschen und Gastronomie, freie Abschnitte sind ruhiger, aber ohne Einrichtungen. Nehmen Sie Wasser, Sonnenschutz und Schatten mit, wenn Sie einen freien Strand wählen.

Was isst man in Apulien?

Apulien gilt als Land der einfachen, gemüsereichen Küche. Typisch sind Orecchiette mit Rübenblättern, Burrata und Stracciatella aus Kuhmilch, Focaccia barese, Brot, Öl und Tomaten, Meeresfrüchte, Gemüse und Hülsenfrüchte. Die Region erzeugt viel Olivenöl. Zu den bekannten Weinen zählen Primitivo und Negroamaro. Aus der armen Küche der Region entstand ein Stil, der zu den Vorbildern der mediterranen Ernährung zählt, wie auch die Seite zur Mittelmeerküche beschreibt.

Beliebt ist die Aperitif-Kultur mit kleinen Gerichten am Abend. Probieren Sie Fisch vom Markt, rohe Meeresfrüchte und frittierte Kleinigkeiten wie Panzerotti. Preise und Qualität schwanken, kleine Familienbetriebe abseits der Haupttouristenpfade sind oft die beste Wahl.

Wie kommen Sie nach Apulien?

Apulien hat Flughäfen in Bari, Brindisi und Foggia. In der Saison fliegen Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Bari und Brindisi. Im Inland führen Bahnlinien von Norden her entlang der Adriaküste nach Bari und Lecce. Fähren verbinden Bari und Brindisi mit Griechenland, Albanien und Kroatien, siehe die Seite Fähren im Mittelmeer.

Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen. Öffentliche Verkehrsmittel verbinden die größeren Städte, erreichen aber nicht alle Strände und Dörfer. Parken in Altstädten ist schwierig. Die Zone zu Fuß erlaubt manchmal keine Anfahrt, informieren Sie sich vor Ihrer Reise.

Planen Sie für die Küche Zeit ein: Mittags essen viele Lokale früher als abends, und kleine Betriebe schließen zwischen den Mahlzeiten. Reservieren Sie für Abende in der Hochsaison, besonders am Meer. Auf Märkten und in Bäckereien bekommen Sie günstige regionale Produkte für ein Picknick am Strand.

Wann ist die beste Reisezeit für Apulien?

Mai, Juni, September und Oktober sind die besten Monate: warm, sonnig und angenehm für Besichtigungen und Wanderungen. Im Juli und August ist es sehr heiß und voll, besonders im Salento rund um Ferragosto am 15. August, wenn viele Italiener Urlaub machen. Die Badesaison reicht von Ende Mai bis Oktober. Im Winter ist es mild, aber regnerisch, und viele Strandbetriebe sind geschlossen. Im Frühjahr blühen Mandelbäume und Wildblumen.

Eine Übersicht über Klima und Monate bietet die Seite zur besten Reisezeit am Mittelmeer. Informationen zum Land finden Sie auf der Länderseite Italien.

Wie planen Sie eine Reise durch Apulien?

Für eine Woche genügt oft eine Region. Eine Nordroute verbindet Bari, Polignano a Mare, Alberobello, Ostuni und Lecce. Eine Südroute führt durch den Salento mit Lecce, Otranto, Santa Maria di Leuca und Gallipoli. Wer mehr Zeit hat, kombiniert beide mit Castel del Monte und Matera. Planen Sie kurze Etappen, denn die Orte liegen nah beieinander, doch Altstädte, Strände und Mahlzeiten brauchen Zeit.

Wer eine ruhige Reise sucht, mietet ein Landhaus, eine Masseria, also ein befestigtes Landgut, das heute oft als Hotel dient. Viele bieten Frühstück mit Produkten vom Hof an. Der Salento ist zudem ein beliebtes Rad- und Wandergebiet im Frühjahr und Herbst.

Wie viele Tage braucht man für Apulien?

Für den Norden oder den Salento genügen sieben Tage, für beide Teile mit Matera zehn bis vierzehn Tage.

Hat Apulien schöne Strände?

Ja, mit Sand und Dünen auf der ionischen Seite des Salento und Felsbuchten auf der Adriaseite. Die Wassertemperatur ist im Sommer hoch.

Braucht man in Apulien einen Mietwagen?

Für Städte genügen Bahn und Bus, für Strände, Landgüter und kleine Dörfer ist ein Mietwagen sehr nützlich.

Wann ist die beste Reisezeit für Apulien?

Mai, Juni, September und Oktober. Im Juli und August ist es sehr heiß und voll.

Tipp · Planen Sie in den Altstädten Zeit für den Abend ein. Wenn die Tagesgäste fort sind, haben Ostuni, Lecce und Polignano ihren besten Moment.