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Meere & Küsten

Costa Blanca

Costa Blanca
Die Costa Blanca ist die Küste der spanischen Provinz Alicante zwischen Dénia im Norden und Pilar de la Horadada im Süden. Sie bietet breite Sandstrände, Felsbuchten, Palmenhaine und milde Winter. Wichtige Orte sind Alicante, Benidorm, Calpe, Jávea und Torrevieja. Die Badesaison reicht von Mai bis Oktober, überwintern ist beliebt.

Die Costa Blanca, die „weiße Küste“, verdankt ihren Namen dem hellen Licht und den weißen Häusern. Sie ist ein beliebtes Strandgebiet und bei Reisenden aus Mitteleuropa auch für Sonne in Frühjahr, Herbst und Winter gefragt. Neben Hochhäusern und Strandpromenaden gibt es stille Buchten, Bergdörfer und Naturparks.

Diese Seite führt durch Lage und Küstenabschnitte, die wichtigsten Orte, Strände, Natur, Essen, Feste, Anreise und Reisezeit. Fahrpläne, Öffnungszeiten und Preise ändern sich, prüfen Sie diese vor der Reise. Stand: Oktober 2026.

LageOstspanien, Provinz Alicante, Valencianische Gemeinschaft
WelterbePalmenhain von Elche (UNESCO-Welterbe)
Beste ReisezeitMai bis Oktober zum Baden, milde Winter zum Überwintern

Wo liegt die Costa Blanca, und welche Abschnitte gibt es?

Die Costa Blanca liegt an der spanischen Ostküste und gehört zur Valencianischen Gemeinschaft. Nach Norden schließt die Küste der Provinz Valencia an, siehe Valencia, im Süden folgt die Region Murcia. Weiter nördlich liegt die Costa Brava, im Süden Andalusiens die Costa del Sol. Einen Überblick zum Land bietet die Seite Spanien.

Die Küste lässt sich grob in drei Abschnitte teilen: den Norden mit Dénia, Jávea und Calpe, wo Berge bis ans Meer reichen, die Mitte mit Altea, Benidorm, Villajoyosa und Alicante und den Süden mit Santa Pola, Guardamar und Torrevieja, wo die Küste flach ist und Dünen und Salzseen vorkommen.

Welche Orte lohnen sich?

Die Orte unterscheiden sich stark in Charakter und Zielgruppe.

OrtCharakterSehenswertEignung
AlicanteGroßstadt mit Hafen und AltstadtBurg Santa Bárbara, Promenade Explanada, Viertel Santa CruzStädtereise plus Strand
BenidormHochhaus-Skyline, lange SträndePlaya Levante, Playa Poniente, AltstadtStrandurlaub, Unterhaltung
CalpeKüstenort am FelsenPeñón de Ifach, SalinenWandern, Baden
Alteaweißes AltstadtdorfKirche mit blauer Kuppel, GassenSpaziergänge, Kunst
DéniaHafen, Burg, FährverbindungBurg, MarinaGastronomie, Balearen-Fähre
Torreviejaflacher Süden, SalzseenLagunen, PromenadeÜberwinterer, Familien

Villajoyosa ist bekannt für seine farbigen Häuserfronten am Strand und für Schokolade. Jávea hat eine Altstadt, Felsbuchten und ein Hafenviertel.

Wie sind die Strände der Costa Blanca?

Im Norden dominieren Felsbuchten und Kiesstrände, zum Beispiel bei Jávea und Moraira. In der Mitte liegen lange Sandstrände mit Promenaden, etwa in Benidorm und Alicante. Im Süden gibt es flach abfallende Sandstrände mit Dünen, geeignet für Familien. Viele Strände haben Duschen, Liegen und Strandbars.

Das Wasser ist im Sommer warm, im Winter zum Baden meist zu kühl. Beachten Sie die Flaggen an den Stränden, mehr dazu auf der Seite Strände und Baden. Wer Ruhe sucht, findet sie in den Buchten des Nordens oder in Naturschutzgebieten wie den Dünen von Guardamar.

Planen Sie Strandbesuche im Hochsommer am frühen Vormittag oder späten Nachmittag. Mittags ist es heiß und die Plätze am Wasser sind begehrt. Sonnenschirme und Liegen kosten an vielen Stränden Gebühren, Rettungsschwimmer sind während der Saison an den großen Stränden im Dienst.

Welche Natur und Ausflüge gibt es hinter den Stränden?

Hinter der Küste liegen Berge und Täler mit Mandel- und Orangenhainen. Folgende Ziele lohnen sich:

  • Der Naturpark Peñón de Ifach bei Calpe, ein Felsen, der steil aus dem Meer ragt und über einen Wanderweg erreichbar ist.
  • Die Insel Tabarca vor Santa Pola, die per Boot erreicht wird und für ihr Meeresschutzgebiet bekannt ist.
  • Der Palmenhain von Elche, eine Oase mit Dattelpalmen mitten in der Stadt und UNESCO-Welterbe.
  • Die Salzseen bei Torrevieja und Santa Pola, die für Zugvögel wichtig sind. Einige zeigen im Sommer eine rosa Färbung.
  • Bergdörfer wie Guadalest mit Burgruine und Stausee oder Orte im Hinterland von Dénia.

Zum Schnorcheln eignen sich Felsbuchten und das Schutzgebiet bei Tabarca. Beachten Sie Schutzregeln und berühren Sie keine Seegräser. Weitere Hinweise zum Tauchen stehen auf der Seite Tauchen im Mittelmeer.

Was isst man an der Costa Blanca?

Die Region ist eng mit den Reisgerichten der Valencianischen Gemeinschaft verbunden. Bekannt ist die Paella, doch auch Reisgerichte wie Arroz a banda, bei dem der Reis in Fischsud gegart wird, und Arroz con costra aus Elche, ein Reisgericht mit Eikruste, gehören dazu. Dazu kommen Meeresfrüchte, Tapas und frisch gepresster Orangensaft. Das Gebäck Turrón aus Jijona und Alicante, ein Mandelnougat, ist ein beliebtes Mitbringsel. Mehr zu Gerichten der Mittelmeerländer stehen auf der Seite Typische Gerichte.

Gegessen wird später als in Mitteleuropa, das Mittagessen beginnt oft ab dem frühen Nachmittag, das Abendessen am späten Abend. Das Menü des Tages (Menú del día) ist eine preiswerte Mittagsvariante.

Welche Feste prägen die Region?

Zu den bekanntesten Festen zählen die Hogueras de San Juan in Alicante um die Sommersonnenwende, bei denen große Figuren aufgestellt und verbrannt werden. Weit verbreitet sind die Feste Moros y Cristianos, bei denen die Rückeroberung von den Mauren nachgespielt wird, mit Umzügen und Kostümen. In Elche wird ein mittelalterliches Mysterienspiel aufgeführt, das als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

Während der Feste sind Unterkünfte teurer und die Straßen voll. Wer die Feiern erleben möchte, bucht früh und prüft Termine und Programm vorab bei den Tourismusbüros der Orte.

Wie kommen Sie an die Costa Blanca, und wann reisen Sie am besten?

Der Flughafen Alicante-Elche liegt zwischen Alicante und Elche und wird von vielen Ferienfliegern angeflogen. Eine Straßenbahn verbindet Alicante mit Küstenorten wie Benidorm und Dénia. Von Dénia fahren Fähren zu den Balearen, siehe Balearen. Mit dem Mietwagen erreichen Sie auch die Dörfer im Hinterland.

Die Badesaison dauert von Mai bis Oktober. Juli und August sind heiß und voll. Im Frühjahr und Herbst herrscht angenehmes Wetter, im Winter ist es mild, aber nicht badewarm. Das macht die Küste zu einem beliebten Ziel für Überwinterer, die mehrere Wochen bleiben. Einen Überblick über das Klima bietet die Seite Klima im Mittelmeerraum.

Wie ist das Wetter an der Costa Blanca?

Die Küste gehört zu den trockeneren Teilen Spaniens. Der Sommer ist heiß und sonnig, Regen fällt meist im Herbst und dann oft in kurzen, heftigen Schauern. Die Winter sind mild, an sonnigen Tagen reichen leichte Jacken, nachts kann es kühl werden. Das Meer ist im Sommer und Frühherbst am wärmsten und im Winter für die meisten Gäste zu kühl zum Schwimmen.

Im Hinterland ist es abends und im Winter kühler als an der Küste, in den Bergdörfern kann es im Winter frisch sein. Wer im Winter wandert, findet angenehme Bedingungen, im Sommer sind Touren nur früh am Morgen sinnvoll. Die Sonne ist auch im Frühjahr und Herbst stark, Sonnenschutz gehört in jeder Jahreszeit ins Gepäck.

Wo wohnen Sie an der Costa Blanca am besten?

Die Auswahl reicht von Hochhaushotels in Benidorm über Apartmentanlagen an der Promenade bis zu Landhäusern im Hinterland. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Sie Betrieb oder Ruhe suchen.

  • Benidorm: viel Auswahl an Hotels und Apartments, Strände und Freizeitangebot in unmittelbarer Nähe.
  • Alicante: Stadturlaub mit Strand, gute Anbindung an Flughafen und Straßenbahn.
  • Calpe, Altea und Jávea: kleinere Orte mit Buchten, Altstadt und Hafen.
  • Torrevieja und der Süden: günstige Apartments, flache Strände, beliebt bei Langzeitgästen und Überwinterern.
  • Hinterland: Fincas und Dorfhäuser für Wanderer und Ruhesuchende, nur mit Mietwagen sinnvoll.

Wer länger bleibt, mietet häufig eine Ferienwohnung. Hinweise zu Buchung und Prüfung stehen auf der Seite Ferienwohnung am Mittelmeer. Lesen Sie die Bedingungen zu Nebenkosten, Kaution und Stornierung genau und achten Sie bei längeren Aufenthalten auf die Anmelderegeln des Vermieters.

Ist die Costa Blanca für Familien geeignet?

Ja. Viele Strände fallen flach ab und besitzen Duschen, Toiletten und Rettungsdienste. In den größeren Orten gibt es Spielplätze, Promenaden und Freizeitangebote. Für Kinder bieten sich Badetage am Strand, Bootsausflüge zur Insel Tabarca und der Besuch von Tierparks oder Wasserparks in der Umgebung an.

Planen Sie Strandzeit am Vormittag und späten Nachmittag, denn die Mittagssonne ist stark. Achten Sie auf die Flaggen am Strand, bei Wind und Wellen ist Baden mit Kindern gefährlich. Ruhige Buchten im Norden haben oft Felsen und wenig Schatten, flache Sandstrände im Süden sind für kleine Kinder besser geeignet.

Ist die Costa Blanca auch im Winter schön?

Ja. Die Winter sind mild und trocken, zum Baden ist das Wasser aber zu kühl. Viele Gäste kommen zum Wandern, Radfahren und Überwintern.

Wo ist die Costa Blanca am schönsten?

Landschaftlich im Norden bei Jávea und Calpe, für Strände in der Mitte bei Benidorm und Alicante, für Familien im flachen Süden.

Braucht man an der Costa Blanca einen Mietwagen?

Für die Küstenorte reichen Bus und Straßenbahn. Für Hinterland und Buchten ist ein Mietwagen bequemer.

Was unterscheidet die Costa Blanca von der Costa del Sol?

Die Costa Blanca liegt weiter nördlich an der Ostküste und ist stärker von Valencia geprägt. Die Costa del Sol liegt in Andalusien.

Tipp · Verbinden Sie einen Strandtag mit einem Ausflug nach Altea oder Guadalest und fahren Sie früh los. Die Küstenstraßen sind in der Hochsaison voll.